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Einblicke in 100 bewegte Jahre

Herz-Jesu-Krankenhaus eröffnet Fotoausstellung zum Jubiläumsjahr

Fulda, 22.03.2012. Das Herz-Jesu-Krankenhaus hat gestern anlässlich seines Jubiläumsjahres eine Fotoausstellung über die Geschichte des Krankenhauses eröffnet. Die über 50 Aufnahmen zeigen nicht nur die einzelnen Gebäudeteile im Wandel der Zeit, sondern geben auch Einblicke in den Arbeitsalltag der letzten 100 Jahre.

„Das Jubiläumsjahr ist für uns Anlass, auf die bewegte Geschichte unseres Krankenhauses zurück zu blicken. 100 Jahre im Dienst der Menschen in Fulda und 100 Jahre engagiertes Wirken zum Wohl der uns anvertrauten Patienten. Die interessanten Aufnahmen der Ausstellung unterstreichen dies auf besondere Weise“, so Michael Sammet in seiner Begrüßung, Geschäftsführer des Herz-Jesu-Krankenhauses. Bilder aus alten OP-Sälen, der historische Turnsaal oder die Ausbildung in der Korbflechterei veranschaulichen das damalige Leben und Wirken. Die Ausstellung zeigt nicht nur Aufnahmen, die das Wachstum und die Entwicklung des Herz-Jesu-Krankenhauses dokumentieren, sondern auch viele Momentaufnahmen aus 100 Jahren Krankenhausalltag.

Zusammengetragen aus privaten Sammlungen sowie den Archiven von Stadt und Krankenhaus entstand eine Ausstellung, die nicht nur eine jahrzehntelange Tradition des Helfens lebendig werden lässt, sondern auch das Jubiläumsmotto des Herz-Jesu-Krankenhauses: 100 Jahre bereit zu helfen. „Menschen so annehmen wie sie sind und ihnen ein selbstbestimmtes Leben in der Gesellschaft ermöglichen. Für dieses Ziel setzte sich der hl. Vinzenz von Paul ein. Dazu wollte er Räume schaffen, in denen die Menschen in Würde leben und arbeiten können. In diesem Sinn liegt auch die Geschichte unseres Hauses. Denn als modernes Krankenhaus in katholischer Trägerschaft sind wir auch heute ein wichtiger Partner für die Gesundheitsversorgung der Menschen in und um Fulda.“ unterstreicht der Geschäftsführer Michael Sammet.

Die schöne Aufgabe, die Ausstellung zu eröffnen, übernahm Generaloberin Schwester Maria Rosalia Bagus: „Ich freue mich über diese Ausstellung, die unsere Geschichte so eindrucksvoll veranschaulicht.“
Diesen Punkt griff auch Stefan Graul als Vertreter der Stadt Fulda in seinem Grußwort auf: „Hinter 100 Jahren stehen Menschen aus Stadt und Land, denen hier geholfen wurde. Deshalb überbringe ich heute den besonderen Dank der Stadt Fulda für die geleistete Arbeit“.

Gemeinsam gingen dann die rund 100 Besucher der Eröffnung durch die Ausstellung, die von ruhigen Harfenklängen der Fuldaer Musikerin Irina Partosch umrahmt wurde.

Abschließend lud Michael Sammet auch die Öffentlichkeit ein, sich noch bis zum Jahresende die Ausstellung im Foyer des Herz-Jesu-Krankenhauses anzusehen. „Wir freuen uns über alle Interessierten, die sich Zeit nehmen, die Bilder und ihre Geschichte auf sich wirken zu lassen.“

Hintergrund: Die Geschichte des Herz-Jesu-Krankenhauses

Im Oktober 1912 eröffneten die Barmherzigen Brüder aus Montabaur ein so genanntes „Krüppelheim“, dass sich den Bedürfnissen der Schwächsten widmen sollte. Ihr Ziel war die körperliche und berufliche Selbstständigkeit der Patienten. Dazu entstand mit Achtung und Fürsorge eine moderne Einrichtung, die 95 Patienten betreute. Da die Grundsteinlegung bereits im Jahr zuvor am 23. Juni - dem Herz-Jesu-Fest – erfolgte, erhielt das Haus den Namen Herz-Jesu-Heim.

1915 wurde das Haus dann erstmals erweitert: eine Werkstatt kam hinzu, in der 150 körperbehinderte Männer arbeiten konnten. Zusätzlich wurden während des Ersten Weltkrieges Kriegsverletzte im Herz-Jesu-Heim versorgt.

1920 wurde das Haus - nach der Entlassung der letzten Soldaten - ein Genesungsort für Lungenkranke.

1932 folgte der Umbau des Hauptgebäudes zu einem Krankenhaus für Männer.

Als 1937 die Barmherzigen Brüder aus Montabaur aufgrund der politischen Situation aus Fulda verwiesen wurden, übernahmen die Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul die Leitung des Hauses. 1938 kam es zum Kauf der Einrichtung durch die Stadt Fulda von der Caritas Vereinigung Montabaur.

Im Jahr 1939 erhielt das Krankenhaus den Namen Günter-Groenhoff-Krankenhaus (zuvor vorübergehende Bezeichnung als „Elisabeth-Krankenhaus“), bevor es dann 1945 nach dem Einzug der Alliierten in der Stadt wieder in Herz-Jesu-Krankenhaus umbenannt wurde.

1953 wurde das Haus wieder an die Barmherzigen Brüder aus Montabaur zurück gegeben und an den Landkreis Fulda verkauft. Unmittelbar daran anschließend, im gleichen Jahr 1953, übernahmen wieder die Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul die Leitung. Danach wurde das Krankenhaus bis 1955 wegen Bettennot von 110 auf 300 Betten erweitert.

Im Jahr 2001 beginnen erneut umfangreiche Neu- und Umbaumaßnahmen, bis im Jahr 2005 der erste Erweiterungsbau eingeweiht werden kann. Gemeinsam mit dem zweiten Erweiterungsbau wird 2009 die renovierte Krankenhauskapelle (Marienkapelle) gesegnet.

Im Jubiläumsjahr präsentiert sich das Herz-Jesu als modernes Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung mit 247 Planbetten, über 500 Mitarbeitern und 30.000 Patienten, die stationär und ambulant betreut werden. Mit der Einweihung des Erweiterungsbaus der Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie mit 51 stationären Betten erhält das Herz-Jesu-Krankenhaus in diesem Jahr sein heutiges Gesicht, bevor in den kommenden Jahren weitere Erweiterungsmaßnahmen folgen werden.

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Impressionen der Ausstellung – ein interessiertes Publikum


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