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Volkskrankheit: Reflux und Sodbrennen

Um die Nahrung zu verdauen, benötigt der Magen unter anderem Salzsäure. Gelangt die Magensäure jedoch in die Speiseröhre kann sie möglicherweise hinter dem Brustbein bis in den Hals-Rachen-Bereich ziehend, ein Brennen verursachen. Sogenanntes Sodbrennen ist oft führendes Symptom der Reflux-Krankheit vom Magen in die Speiseröhre. Dem Rückfluss liegt eine gutartige Funktionsstörung im Übergangsbereich von der Speisröhre in den Magen vor, oft multifaktoriell bedingt.

Meist findet sich ein Zwerchfellbruch, der zur Veränderung der Anatomie führt und dadurch zur mechanischen Schwächung der natürlichen Anti-Reflux-Barriere. Allerdings kann auch ein deutlich geschwächter Schließmuskelverschlussdruck festgestellt werden.

Die Speiseröhre und der Magen sind durch eine Art Ventil getrennt, dem Schließmuskel der Speiseröhre, der Speisebrei und Flüssigkeit in den Magen passieren lässt, für einen Rückfluss aber eine Barriere darstellen soll. Liegt hier jedoch eine Funktionsstörung vor, können sowohl Mageninhalt als auch die aggressive Salzsäure in die Speiseröhre zurückfließen und unangenehme Reflux-Symptome hervorrufen.

Die Mehrheit der Reflux-Patienten spricht gut auf medikamentöse Behandlungen mit Magensäureblockern (Protonenpumpenhemmer (PPIs)) sowie konservative Therapiemaßnahmen wie Gewichtsreduktion oder das Meiden bestimmter Nahrungs- und  Genussmittel an. Operative Möglichkeiten, die zumeist minimal-invasiv durch eine Bauchspiegel-OP durchgeführt werden können, zielen bei der klassischen Operation auf die Wiederherstellung der Anatomie am Zwerchfell und des Übergangs von Speisröhre zum Magen (sog. „Fundoplicatio") ab.

Eine Alternative ist die Endo-Stim-Methode. Bei dem minimal-invasiven Eingriff werden, ähnlich einem Herzschrittmacher, zwei Elektroden am Speiseröhrenschließmuskel platziert, sodass der Schließmuskel über regelmäßige Impulse sanft stimuliert wird und effektiver schließt. Der Patient spürt diese schwachen Impulse nicht.

Im Rahmen der Patienteninformationsveranstaltung am Mittwoch, 16. August 2017 um 16:30 Uhr im Foyer des Herz-Jesu-Krankenhauses Fulda referiert Prof. Dr. Bernd Kronenberger, Chefarzt der Allgemeinen Innere Medizin, Gastroenterologie, Hepatologie und Diabetologie, über die konservativen Therapiemöglichkeiten und Alternativen zu Omeprazol, Pantoprazol, Ranitidin und Co..
Wann eine Operation sinnvoll ist, und welche Verfahren in welcher Situation angezeigt werden, erläutern Chefarzt Dr. Christian Berkhoff sowie Oberarzt Dr. Andreas Grimme der Abteilung  für Allgemein-, Viszeral- und minimal-invasive Chirurgie, in ausführlichen Vorträgen.

refluxsodbrenneninternet

Im Anschluss an die Veranstaltung beantworten die Referenten gerne bestehende Fragen. Alle Interessierten sind zu dieser kostenfreien Veranstaltung herzlich willkommen. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.facebook.com/herz.jesu.krankenhaus.fulda.



Hier können Sie die Zusammenfassungen der Vorträge einsehen:


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