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Fortgeschrittene Diagnostik und Therapie bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED)

Modernste medizinische Versorgung bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen

Spricht man in der Medizin von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED), so werden damit wiederholt auftretende oder dauernd bestehende Entzündungen in verschiedenen Bereichen des Magen-Darm-Traktes beschrieben. Hierbei werden zwei Krankheitsbilder unterschieden: Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.

Entzündungen, die in allen Abschnitten des Verdauungstraktes sowie Schichten der Darmwand vorkommen, kennzeichnen das Krankheitsbild von Morbus Crohn. Bei Colitis ulcerosa hingegen beschränken sich die Veränderungen der Schleimhaut vorwiegend auf den Mast- und Dickdarm. Die Entstehung der CED gilt als multifaktoriell, wobei die genauen Ursachen noch nicht bekannt sind. Eine umfassende Diagnostik ist daher maßgeblich für die weitere individuell angepasste Therapie der Betroffenen, da die Krankheiten bei jedem Patienten unterschiedlich verlaufen.

Ultraschall- oder Röntgenuntersuchungen, eine Magnetresonanztomografie (MRT) oder Computertomografie (CT) können nur bedingt Hinweise geben, ob eine Inflammation im Körper vorhanden ist. Durch die Prüfung der Laborwerte wie den Leuko-, Thrombozyten, dem C-reaktiven Protein (CRP) oder dem fäkalen Calprotectin kann präziser bestimmt werden, ob eine ausgeprägte Entzündung oder Infektionskrankheit im Körper vorliegt und Beschwerden verursacht.

Die interventionelle Endoskopie ist mitunter das wichtigste Instrument bei CED. Durch die Spiegelung des Verdauungstraktes ist eine umfassende gastroenterologische Diagnostik und Therapie möglich. Das Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda ist mit modernsten hochauflösenden (Weitwinkel-) Videoendoskopen ausgestattet, mit denen durch Zoomendoskopie sowie einer besonderen Technik zur Bildverstärkung eine verbesserte Beurteilung von Oberflächenstrukturen durchführbar ist. Zudem kann gleichzeitig eine Gewebeprobe entnommen werden, die zeigt, ob eine neue Entzündung vorliegt oder diese bereits seit längerer Zeit besteht. Mittels Doppelballonendoskop besteht die unmittelbare Option vorhandene Engstellen im Darm behutsam aufzudehnen.

Eine Reihe von Vorträgen am Mittwoch, 17. Mai 2017 ab 16:30 Uhr im Foyer des Herz-Jesu-Krankenhauses Fulda klärt Erkrankte und Interessierte über neue endoskopische Diagnoseverfahren, medikamentöse als auch chirurgische Therapien bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen auf.

Prof. Dr. Bernd Kronenberger, Chefarzt der Allgemeinen Inneren Medizin, Gastroenterologie, Hepatologie und Diabetologie referiert über die fortgeschrittene endoskopische Diagnostik und schonende Behandlung bei CED. Anschließend informiert Dr. Christian Berkhoff über die chirurgische Behandlungsstrategie bei Darmerkrankungen, wann eine OP sinnvoll und nötig ist. Ferner thematisiert Dr. Klaus Stienecker, Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie, Proktologie und Diabetologie im Fachzentrum für ambulante Medizin Fulda (FAM Fulda), die medikamentöse Fülle in der CED-Behandlung und deren Einsatz.

Im Anschluss an die Veranstaltung beantworten die Referenten gerne Fragen. Außerdem besteht die Möglichkeit sich an dem Stand der DCCV zu informieren.
Alle Interessierten sind zu dieser kostenfreien Veranstaltung herzlich willkommen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.facebook.com/herz.jesu.krankenhaus.fulda.

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