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Echte Grippe oder einfache Erkältung? Fakten und Tipps rund um Influenza

Die „echte Grippe" ist eine akute Erkrankung der Atemwege, die durch das Influenza-Virus hervorgerufen wird. Influenzaviren sind weltweit verbreitet. Sie verändern ständig ihre Hülle durch Mutationen, was die Ausbreitung erleichtert und Vorbeugungsmaßnahmen erschwert. Die Influenza-Erkrankung tritt saisonal auf. Wie bei einem „grippalen Infekt" bzw. einer Erkältung infiziert der Mensch sich durch Tröpfchenübertragung: Ein an Grippe Erkrankter niest oder hustet und durch Einatmen, Kontakt mit verunreinigten Gegenständen z.B. Türkliniken, Treppengeländer übertragen sich die Viren auf die eigenen Schleimhäute der Augen oder des Mundes. Außerdem begünstigen Faktoren wie ein geschwächtes Immunsystem, chronische Lungenerkrankungen wie Asthma, Bronchitis, Herz- oder Stoffwechselkrankheiten Infektionen.

Meistens verläuft die Ansteckung mit leichten Erkältungserscheinungen und ist nach circa einer Woche ausgeheilt. Hat man sich jedoch erst einmal mit der „echten Grippe" angesteckt, kann diese zu einer lebensbedrohliche Erkrankung werden. In schweren Fällen treten verschiedene Symptome auf: Halsschmerzen, Frösteln, eine laufende Nase, Husten, hohes Fieber, erhebliche Ermüdungserscheinungen sowie Ohren-, Kopf-, Rücken-, Gliederschmerzen. Lebensbedrohliche Organkomplikationen betreffen vor allem die Lunge, aber möglicherweise auch Herz, Darm und Leber.

Die Therapie bei einer Erkältung umfasst Bettruhe, eine hohe Flüssigkeitszufuhr sowie gegebenenfalls fiebersenkende Mittel oder Schmerzmedikamente. Zur gezielten Behandlung der Grippe stehen darüber hinaus antivirale Medikamente zur Verfügung, welche die Vermehrung der Viren im Körper vermindern können. Die Einnahme von Antibiotika sollte bei viralen Erkältungen vermieden werden, da diese wirkungslos bei Erkrankungen sind, die durch Viren hervorgerufen werden. Bei zu häufigem und fehlerhaftem Antibiotikaeinsatz, verlieren die Medikamente ihre Wirksamkeit, ganz abgesehen von den möglich auftretenden Nebenwirkungen. Liegt allerdings zusätzlich eine bakterielle Krankheit vor, können Antibiotika schwere Krankheitsfolgen verhindern.

Aufgrund der kontinuierlichen Veränderung der Influenza-Erreger, muss der Impfstoff immerzu angepasst werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt daher regelmäßig Empfehlungen für Impfstoffe heraus, die sich auf die aktuell im Umlauf befindlichen Virustypen der Saison beziehen. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt eine Grippeimpfung (die dennoch keinen hundertprozentigen Schutz bietet) im September bzw. Oktober generell allen Menschen sowie gewissen Risikogruppen. Dazu zählen Senioren (> 65 Jahren), Kleinkinder (< 1 Jahr), Schwangere und Menschen mit einer chronischen Grunderkrankung der Atmungsorgane, Herz-, Kreislauf- oder Stoffwechselerkrankungen sowie Personen, die Umgang mit Kranken pflegen bzw. erhöhten Publikumsverkehr haben.

Im Rahmen der Patienteninformationsveranstaltung am Mittwoch, 27. September 2017, um 16:30 Uhr im Foyer des Herz-Jesu-Krankenhauses Fulda erläutert Prof. Dr. Bernd Kronenberger, Chefarzt der Allgemeinen Inneren Medizin, Gastroenterologie, Diabetologie und Hepatologie am Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda, und Oberarzt Dr. Jan-Peter Linke, alle Fakten zur gemeinen Erkältung, die Unterschiede zur echten Influenza. Dabei gehen die Experten ausführlich auf die möglichen Ursachen sowie Vorbeugungsmaßnahmen wie der Händehygiene ein. Ferner werden diverse Therapiemöglichkeiten bei Grippe und Lungenentzündung dargelegt sowie über die angemessene Antibiotikaeinnahme gesprochen.

 

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