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Das Leid der steinreichen Galle: Leber- und Gallenwegserkrankungen unter der Lupe

Die Leber als größtes Stoffwechselorgan des Körpers ist für die Produktion der Gallenflüssigkeit zuständig, welche über den Hauptgallengang in den Dünndarm geleitet wird. Durch Ablagerungen der Gallenflüssigkeit können sich allerdings Gallensteine in der Gallenblase bilden – eines der am häufigsten auftretenden Krankheitsbilder in der Gastroenterologie. Ursächlich hierfür ist ein Ungleichgewicht in der Zusammensetzung der Gallenflüssigkeit.

Über 75 % der Betroffenen sind beschwerdefrei, obwohl sie Gallensteine aufweisen. Gallensteine können jedoch akute Beschwerden verursachen wie eine Gallenblasenentzündung, Koliken, einen Gallenstau im Hauptgang oder eine Bauchspeicheldrüsenentzündung. Auch chronisch wiederkehrende Oberbauchbeschwerden, insbesondere nach dem Essen, können durch Gallensteine verursacht werden. Daher ist eine sorgfältige Diagnostik erforderlich, um folglich eine passende Therapie anzuwenden. Die akute Behandlung kann den Einsatz konservativer, krampflösender Mittel oder Antibiotika vorsehen, gegebenenfalls eine endoskopische Gallengangs- oder Bauchspeicheldrüsengangsspiegelung mit Entfernung der Gallengangssteine aus dem Hauptgallengang. Bei dem symptomatischen Gallensteinleiden besteht die mögliche Indikation der laparoskopischen Entfernung der Gallenblase in Schlüssellochtechnik, als Ort der Steinentstehung. Der Gallenfluss ist, trotz Gallenblasenentfernung, weiterhin über den Gallengang gewährleistet, sodass keine Veränderungen der Lebens- oder Ernährungsgewohnheiten erforderlich werden.

Im Rahmen der Arzt-Patientenveranstaltung am Mittwoch, 15. August 2018 um 17:00 Uhr im Foyer des Herz-Jesu-Krankenhauses Fulda referiert Prof. Dr. med. Bernd Kronenberger, Chefarzt der Allgemeinen Innere Medizin, Gastroenterologie, Hepatologie und Diabetologie, über die zugrundeliegenden Ursachen von Leber- und Gallenwegserkrankungen und der Diagnostik von Gallensteinen. Ferner informiert er über die konservativen Therapiemöglichkeiten. Wann eine Operation erforderlich wird und wie das laparoskopische Verfahren durchgeführt wird, erläutert Chefarzt Dr. med. Christian Berkhoff, Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und minimal-invasive Chirurgie, in einem Kurzvortrag.

Im Anschluss an die Veranstaltung beantworten die Experten gerne bestehende Fragen. Alle Interessierten sind zu dieser kostenfreien Veranstaltung herzlich willkommen. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.herz-jesu-krankenhaus.de oder www.facebook.com/herz.jesu.krankenhaus.fulda.


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