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Das lodernde Feuer in der Speiseröhre: Welche Therapien helfen bei Reflux & Sodbrennen?

Viele Menschen kennen das Brennen in der Speiseröhre kombiniert mit Magenschmerzen, einem Druckgefühl im Oberbauch oder Übelkeit. Zur Verarbeitung der Nahrung im Magen nutzt der Körper Magensäure, doch fließt diese zurück in die Speiseröhre, verursacht sie im Brustbereich manchmal bis in den Hals-Rachen ein unangenehmes (Sod-)Brennen. Dieses ist ein typisches Symptom der Reflux-Krankheit, wobei dem Rückfluss eine gutartige Funktionsstörung im Übergangsbereich von der Speiseröhre in den Magen zugrunde liegt und oft multifaktoriell bedingt ist.

Die Speiseröhre und der Magen sind durch einen ventilartigen Schließmuskel getrennt, der Speisebrei und Flüssigkeit in den Magen passieren lässt, für einen Rückfluss aber eine Reflux-Bremse darstellen soll. Liegt hier eine Funktionsstörung vor, können sowohl Magensäure als auch gegebenenfalls der Mageninhalt zurückfließen und Reflux-Symptome hervorrufen. Ein Zwerchfellbruch oder ein geschwächter Schließmuskel können genauso die natürliche Anti-Reflux-Barriere schwächen und derartige Probleme verursachen.

Medikamentöse Behandlungen mit Magensäureblockern, konservative Therapiemaßnahmen wie Gewichtsreduktion oder das Auslassen bestimmter Nahrungs- und Genussmittel helfen vielen Betroffenen. Sind die konservativen Optionen ausgeschöpft, können operative Möglichkeiten, die zumeist minimal-invasiv durch eine Bauchspiegel-OP durchgeführt werden, in Betracht gezogen werden.

Die klassische Operation zielt dabei auf die Wiederherstellung der Anatomie am Zwerchfell und des Speiseröhren-Magen-Übergangs (sog. „Fundoplicatio") ab. Eine mögliche Alternative ist die moderne Endo-Stim-Methode. Bei diesem minimal-invasiven Eingriff werden zwei Elektroden am Speiseröhrenschließmuskel platziert, sodass der Schließmuskel über regelmäßige Impulse, die vom Patienten nicht wahrgenommen werden, sanft stimuliert wird und effektiver schließt.

Im Rahmen des Arzt-Patientenseminars am Mittwoch, 28. August 2019 um 17:00 Uhr im Foyer des Herz-Jesu-Krankenhauses Fulda referiert Dr. Christian Berkhoff, Chefarzt der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und minimal-invasive Chirurgie, über die Ursachen der Reflux-Krankheit und welche Therapiemöglichkeiten, in welcher Situation angezeigt werden, wann eine Operation sinnvoll ist, und welche Verfahren bei entsprechender Indikation angewandt werden können.


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