Veranstaltungskalender

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Gesundheitsecke_

Mittwoch, 19. Januar 2022

Ärztehotline: Zwerchfellbruch
„Wenn der Magen nach oben rutscht und Sodbrennen verursacht“

Das Zwerchfell ist eine flache Muskelstruktur, die den Brustkorb vom Bauchraum trennt. Bei einem Zwerchfellbruch (Hiatushernie) ist die Durchtrittsstelle im Zwerchfell für die Speiseröhre erweitert, dies führt zu einem „Hochrutschen“ von Magenanteilen. Durch diese Teilverlagerung von Magenanteilen ist der ventilartige Verschluss von Speiseröhre zum Magen in seiner Funktion eventuell geschwächt und dies kann zu Reflux (Rückfluss) von Magensäure in die Speiseröhre führen.

Viele Menschen leiden heutzutage an einem Brennen in der Speiseröhre, oft einhergehend mit Magenschmerzen, einem Druckgefühl im Oberbauch oder Übelkeit. Der Magen benötigt zur optimalen Verdauung der Nahrung unter anderem Salzsäure. Fließen Teile der Magensäure allerdings wieder zurück in die Speiseröhre, kann sie hinter dem Brustbein bis in den Hals-Rachen-Bereich ein unangenehmes Brennen verursachen. Das auftretende Sodbrennen ist oft führendes Symptom der Reflux-Krankheit.

Der Rückfluss ist zwar eine gutartige Funktionsstörung im Übergangsbereich von der Speiseröhre in den Magen, aber oft multifaktoriell bedingt. Zwei wichtige Faktoren gewährleisten normalerweise, dass kein wesentlicher Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre auftritt. Zum einen ist die Speiseröhre und der Magen durch den ventilartigen Verschluss getrennt, der Speisebrei und Flüssigkeit in den Magen passieren lässt, für einen Rückfluss aber eine Barriere darstellen soll. Zum anderen bietet das Zwerchfell, welches als flacher kuppelförmiger Muskel den Brustraum vom Bauchraum trennt, eine nur kleine Lücke für den Speiseröhrendurchtritt. Ist diese Lücke jedoch zu weit, kann sich der Magen etwas in den Brustraum verlagern (Zwerchfellbruch). Hierdurch ist die normale physiologische Rückflussbarriere gestört und es kann zum Rückfluss von Magensäure oder auch Nahrungsbestandteilen kommen.

Die Mehrheit der Reflux-Patienten spricht gut auf medikamentöse Behandlungen mit verschiedenen Magensäureblockern an. Aber auch verschiedene Therapiemaßnahmen beim Lebensstil in Form von Gewichtsreduktion oder dem Meiden bestimmter Nahrungs- und Genussmittel können ganz entscheidenden positiven Einfluss nehmen.

Die Basisdiagnostik umfasst in der Regel zusätzlich zur ausführlichen Besprechung der Beschwerdesymptomatik eine Magenspiegelung. In manchen Fällen sind zur weiteren Klärung und Diagnosesicherung weiterführende Untersuchungen sinnvoll wie eine Säuremessung in der Speiseröhre (pH-Metrie) und eine Druckmessung in der Speiseröhre (Manometrie).

In ausgewählten Fällen kann eine Operation angezeigt sein. Die operative Behandlung wird dann zumeist minimal-invasiv durch eine Bauchspiegel-OP durchgeführt, sie zielt auf die Wiederherstellung der normalen Anatomie am Zwerchfell und dem Speiseröhren-Magen-Übergang ab.

Termin: Mittwoch, 19. Januar 2022 in der Zeit von 17:00 bis 19:00 Uhr
Referent: Dr. med. Christian Berkhoff, Chefarzt der Allgemein-, Viszeral-, Minimal-invasiven Chirurgie
Telefon: (06 61) 15 – 15 16

DocTalk: Ärzte an einem Tisch

Fortbildungsprogramm bei der Landesärztekammer Hessen

Das Fortbildungsprogramm richtet sich an alle interessierten Mediziner, Allgemeinmediziner, Internisten, niedergelassen Kolleginnen und Kollegen und Studierende der Inneren Medizin,
die herzlich zu dem internistischen Kolloquium eingeladen sind.

Die Fortbildungspunkte für die jeweiligen Veranstaltungen sind bei der LÄKH beantragt.

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Bitte beachten Sie!
Begrenzte Teilnehmerzahl: 15
Aufgrund der geltenden Schutzmaßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus sowie der Corona-Kontaktbeschränkungsverordnung gibt es eine begrenzt zulässige Teilnehmerzahl!

Eine Teilnahme erfolgt ausschließlich über Anmeldung per E-Mail an das Sekretariat der Inneren Medizin.
Die Teilnahme ist erst nach Anmeldebestätigung gültig!

Wir freuen uns auf Ihre Anfragen, Wünsche oder Anregungen!

Nehmen Sie direkt Kontakt mit uns auf und sprechen Sie uns gerne an.

Zusicherung: Die Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda gGmbH versichert, dass die Inhalte der Fortbildungsmaßnahmen produkt- und / oder dienstleistungsneutral gestaltet sind.
Es gibt keinerlei Interessenkonflikte des Veranstalters, der wissenschaftlichen Leitung und der Referenten.
Potentielle Interessenkonflikte würden in einer Selbstauskunft gegenüber den Teilnehmern (z. B. bei Vorträgen, Handout, Aushang, Hinweis in Programm) offen gelegt werden.
Gesponserte Fortbildungen und sonstige Aufwendungen werden ebenfalls offengelegt.