Diagnostische und interventionelle Radiologie

Herzlich Willkommen!

Die Abteilung für diagnostische und interventionelle Radiologie am Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda ist seit vielen Jahren ein integrativer Bestandteil im Anspruch unseres Krankenhauses, die uns anvertrauten Patientinnen und Patienten umfassend zu versorgen und deren rasche Genesung zu unterstützen.

Im Mittelpunkt unseres Handelns stehen Sie als Patientin oder Patient. Vor der Anwendung von Röntgenstrahlen ist eines unserer wichtigsten Anliegen, abhängig von Ihren Beschwerden, das sicherste und am geringsten belastende Untersuchungsverfahren gemäß dem Grundsatz „So wenig wie möglich und so viel wie nötig“ einzusetzen. Hierfür stehen moderne und Dosis sparende Untersuchungsgeräte, unter anderem ein neuer Mehrzeilencomputertomograph sowie eine komplett digitalisierte Bilderzeugung und Bildnachverarbeitung zur Verfügung. An allen Modalitäten sind die modernsten digitalen Bildempfängersysteme (kristalline Flachdetektoren) im Einsatz.

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Team der diagnostischen und interventionellen Radiologie

Leistungsspektrum

  • Konventionelle Skelett,- Thorax- und Abdomenuntersuchungen
    (internistisch, allgemeinchirurgisch, traumatologisch, orthopädisch, gynäkologisch, rheumatisch)
  • Computertomographie (CT-Diagnostik und Interventionelle Verfahren)
  • Gastroenterologische Untersuchungen von Speiseröhre (Ösophagus), Dünndarm und Dickdarm (Colon)
  • Gefäßdiagnostik (Phlebographie)
  • Mammographie, Galaktographie
  • Arterielle Gefäßdiagnostik und -intervention: Dehnung (Dilatation) und Implantation von Gefäßstützen (Stent), Tumortherapie (Chemoembolisation)
  • und viele mehr
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Interventionelle und radiologische Diagnostikmöglichkeiten

Röntgenaufnahmen dienen der Erkennung von Krankheiten. Mit ihrer Hilfe kann auch der Verlauf einer Erkrankung (z.B. die Heilung eines Knochenbruchs) und damit der Erfolg einer Therapie überwacht und dokumentiert werden. Für Röntgenaufnahmen der Knochen und Gelenke, der inneren Organe, der Blutgefäße sowie der weiblichen Brust, kommen unterschiedliche Geräte und Untersuchungsverfahren zur Anwendung.

Die konventionelle Röntgendiagnostik beschreibt die seit Jahrzehnten bekannten Untersuchungen der Lunge, der Knochen oder des Bauchraumes und hat unverändert einen hohen Stellenwert im Rahmen der schnellen Diagnostik von vielen, mitunter komplexen Krankheitsbildern. Relativ neu ist die Digitalisierung dieser Methode, die mit dem Einsatz kristalliner Flachdetektoren ihren derzeit mordernsten Entwicklungsstand hat. Ein Vorteil dieser Dosis sparenden technischen Entwicklung ist die Vermeidung von Wiederholungsaufnahmen bei Über- bzw. Unterbelichtung durch die computergestützte Bildnachverarbeitung.

Historisches Röntgenbild der Hand von W.C. Röntgen´s Frau vom 22.12.1895.

Mittels digitaler Technik erstelltes Röntgenbild eines Handgelenkes.

Die Röntgenuntersuchung der Brust (Mammographie) wird mit einem speziell hierfür entwickelten Untersuchungsgerät durchgeführt, welches gewährleistet, auch kleine Gewebsveränderungen möglichst sicher zu erkennen. Sie ist, zusammen mit der Ultraschalluntersuchung (Sonographie) die wichtigste Methode sowohl in der Früherkennung bösartiger Erkrankungen der weiblichen Brust als auch im Rahmen der Nachsorgeuntersuchungen. Mit dem Einsatz modernster Gerätetechnik mit digitalem, kristallinem Flachdetektor legen wir besonderen Wert auf hohe Bildqualität bei geringe Strahlenbelastung.

Bitte beachten Sie bei der Terminvergabe, dass der optimale Untersuchungszeitpunkt in der ersten Zyklushälfte (6. – 12. Zyklustag) liegt. Zusammen mit der Fachabteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe wird i.d.R. vor einer anstehenden Brustoperation der auffällige Gewebsbezirk markiert, um den nachfolgenden Eingriff gewebeschonend durchführen zu können. Noch während der Operation kann durch eine Kontrollaufnahme sichergestellt werden, dass das auffällige Gewebe vollständig entfernt worden ist.

Digital erstelltes Röntgenbild einer weiblichen Brust.

Angiographieraum

Mit dieser Untersuchungsmethode ist es möglich, insbesondere die Verdauungsorgane, d.h. den Magen-Darm-Trakt, mittels Verabreichung einer Kontrastmittelflüssigkeit zu untersuchen mit dem Ziel, Störungen oder Erkrankungen des Verdauungssystems zu erfassen. Gleichsam ist das Durchleuchtungsgerät die Voraussetzung, im Rahmen interventioneller Maßnahmen (s.u.) gezielte Behandlungsmaßnahmen unter Schonung der gesunden Gewebsstrukturen vornehmen zu können.

Die Darstellung der Körpervenen (Phlebographie), etwa zur Abklärung einer Thrombose oder von krankhaften Erweiterungen der Venen (sog. Krampfadern / Varizen) erfolgt mittels Verabreichung von Röntgenkontrastmittel unmittelbar in das zu untersuchende Gefäßgebiet.

Detailaufnahme einer Kontrastmitteluntersuchung des Dünndarms.

Die Mehrzeilen-Computertomographie (CT) ermöglicht die bildliche Darstellung sämtlicher Organe des Körpers in dünnen Schichten. Die Methode ist insbesondere in der Unfall- und Tumordiagnostik bzw. Behandlungskontrolle unentbehrlich. Bei einer Untersuchung des Körperstamms bspw. werden mehrere hundert Einzelbilder erstellt, wodurch es möglich wird, selbst kleinste Veränderungen der Organe zu erkennen als auch die Art und Ausdehnung von Erkrankungen oder Verletzungen exakt zu diagnostizieren. Die Untersuchung dauert üblicherweise nur wenige Minuten, häufig wird sie ergänzt durch einen weiteren Untersuchungsgang nach oder während einer Kontrastmittelinjektion.

Panoramaeinblick in den CT-Untersuchungsraum.

Spezielle Bildverarbeitungsprogramme ermöglichen dreidimensionale Einblicke in die Untersuchungsregion in beliebiger Betrachtungsebene, was sich vielfach als positiv hinsichtlich einer anstehenden Behandlungsplanung (z.B. Operation bei Knochenbrüchen) erweist.

Dreidimensionale Darstellung einer Fraktur des Schulterblatts.

Eine spezielle Zusatzeinrichtung an unserem Computertomographen gestattet eine für den Patienten sicherere und zeitsparende Durchführung von diagnostischen und therapeutischen sogenannten interventionellen Eingriffen. Dabei steht der behandelnde Arzt im Behandlungsraum direkt bei dem Patienten und überprüft den Fortschritt der Behandlung an einem eigens im Raum installierten Befundungsmonitor. Durch die exakte Körperdarstellung ist es möglich, wichtige Strukturen nicht zu verletzen und gezielt, äußerst schonend und risikoarm Behandlungen durchzuführen, zum Beispiel die Entlastung von krankhaften Flüssigkeitsansammlungen durch Drainagen, eine Gewebeentnahme zur Gewebstypisierung, gezielte Schmerzbehandlungen, gezielte Verödung bösartiger Gewebsveränderungen.

Bildüberwachung während einer Intervention im CT.

Es können sowohl Arterien (Schlagadern) als auch Venen (Phlebographie) untersucht werden. Neben der bereits oben erwähnten Computertomographie (CT) führen wir auch die arterielle Gefäßdiagnostik in Form der „Digitalen Subtraktionsangiographie“ (DSA) durch.

Mit dieser Untersuchungsmethode werden z.B.

  • bei Durchblutungsstörungen Gefäßverengungen vor allem im Becken und in den Beinen (bei der sogenannten „Schaufensterkrankheit“)
  • bei Durchblutungsstörungen des Gehirns (Schlaganfall) Engstellungen der Halsgefäße gesucht,
  • bei Darstellungen der Venen gilt es, Verstopfungen (Thrombosen) zu entdecken oder Funktionsdefekte der Venenklappen bzw. Ursachen von Krampfadern zu diagnostizieren.

Die Untersuchungen der Arterien und der Venen erfolgt mit gut verträglichen Kontrastmitteln, die direkt in das zu untersuchende Gefäß eingebracht werden.

Vergrößerungsaufnahme von kontrastierten Venen und Venenklappen.

Hierzu zählen diagnostische und therapeutische Verfahren wie:

  • eine Gewebs- oder Organpunktion zur Probengewinnung (z.B. bei Tumorverdacht)
  • die Anlage von Drainagen bei Flüssigkeitsverhalten und Abszessen
  • die gezielte, lokale Schmerztherapie bei Wirbelsäulenerkrankungen (Facetten- oder Nervenwurzelblockaden)
  • die Anlage von Gallenwegsdrainagen bei Verschluss der Gallenwege,
  • Aufdehnung von Engstellen und Verschlüssen der Gefäße in nahezu allen Regionen des Körpers zur Behandlung z.B. der sogenannten Schaufensterkrankheit. Im Bedarfsfall werde auch Metallstützen (Stents) eingebracht.
  • Kathetertherapie (eventuell unter Verwendung von blutverdünnenden Medikamenten) zur Auflösung von Gerinnseln im Gefäß
  • Chemoembolisation und Verschluss von Gefäßen in Tumoren
  • Injektion von medizinischem Knochenzement in schmerzhafte Wirbelkörperfrakturen zur Stabilisierung und Schmerzlinderung
  • Implantation von sogenannten venösen Portsystemen in Vorbereitung einer anstehenden Chemotherapie

 

 

Abschlusskontrolle einer CT-gestützten Intervention (Schmerztherapie an der Wirbelsäule).

CT-gestützte Behandlung einer tumorösen Veränderung der Leber mittels Mikrowellenablatio.

Kontrolle unmittelbar nach Behandlung.

Kontrolle nach 6 Monaten.

Kathetergestützte Behandlung einer tumorösen Veränderung der Leber mittels Chemoembolisation (links).
Kontrolle unmittelbar nach Behandlung nach vollständigem Verschluss der den Tumor versorgenden Gefäße (rechts).

CT-gestützte Behandlung eines Wirbelkörperbruchs durch Zementinjektion (Vertebroplastie) mit Positionierung der Injektionsnadeln.

Frakturierter Wirbelkörper vor der Behandlung.

Frakturierter Wirbelkörper unmittelbar nach Behandlung mit eingebrachtem Knochenzement.

Arterielle Verschlusskrankheit mit langstreckigem Verschluss der Oberschenkelarterie vor und nach eröffnetem Gefäß durch Ballondilatation (Dehnung) und Einbringen
einer Gefäßstütze (Stent).

Tumorbedingter Verschluss er ableitenden Gallenwege.

Perkutane Punktion und Wiederherstellung des Gallenabflusses in den Zwölffingerdarm durch Dehnung und Stenteinlage (PTCD).

  • Flüssigkeitszufuhr:
    Vor und nach der Verabreichung von Kontrastmitteln im Rahmen von Röntgenuntersuchungen (vor allem Computertomographie und Gefäßuntersuchungen) ist es empfehlenswert, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten.
  • Funktion der Niere oder Schilddrüse:
    Außerdem sollten aktuelle Laborwerte, die Auskunft über die Nierenfunktion (Kreatinin) und die Schilddrüse (TSH-Wert) geben, vorliegen. Bei Beeinträchtigungen der Nierenfunktion bzw. einer Schilddrüsenfunktionsstörung (vor allem unbehandelte Schilddrüsenüberfunktion) kann eine intravenöse Kontrastmittelgabe eventuell nur bedingt oder gar nicht möglich sein.
  • Allergien:
    Bei einer Allergieanamnese gebietet sich erhöhte Vorsicht. In Einzelfällen kann eine medikamentöse Vorbehandlung erforderlich werden, die sich allerdings negativ auf die Verkehrstüchtigkeit auswirken kann. Bitte sorgen Sie in diesem Fall dafür, dass Sie anschließend nicht selbst aktiv am Straßenverkehr teilnehmen.
  • Schmerztherapie:
    Auch im Zusammenhang mit Schmerztherapien an der Wirbelsäule (Facetten- oder Nervenwurzelblockaden) lassen Sie sich bitte nach der Behandlung abholen.
  • Diabetes mellitus:
    Diabetesmedikamente, die den Wirkstoff Metformin enthalten, sollten ab dem Tag vor der Untersuchung nicht mehr eingenommen werden. Sie können diese in der Regel 48 Stunden danach wieder einnehmen.

Wenn Sie zu bevorstehenden Untersuchungen oder Eingriffen Erläuterungsbedarf oder Nachfragen haben, zögern Sie bitte nicht, uns persönlich zu kontaktieren, dafür steht Ihnen das Team der diagnostischen und interventionellen Radiologie gerne zur Verfügung.

Weiterbildungsbefugnis für diagnostische Radiologie: 2 Jahre

Dr. med. Björn Loewenhardt

Chefarzt
Facharzt für Diagnostische Radiologie
Qualifikation in interventioneller Radiologie der DEGIR-Stufe II
(Deutsche Gesellschaft für Interventionelle Radiologie) Module A, B

Kontakt

Sekretariat der diagnostischen und interventionellen Radiologie
Telefon: 0661 / 15 – 5376
Telefax: 0661 / 15 – 5377
E-Mail: sekretariat.radiologie@herz-jesu-krankenhaus.de

Anmeldung
Telefon: 0661 / 15 – 5371
Telefax: 0661 / 15 – 5377

Anschrift
Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda gGmbH
Abteilung für diagnostische und interventionelle Radiologie
Buttlarstr. 74
36039 Fulda

Ärztliches Team

Oberarzt:
Robert Hüttinger
Facharzt für Radiologie

Facharzt:
Robert Reith
Facharzt für Radiologie