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Segnung und Eröffnung der neuen Räume der stationären Kinder- und Jugendpsychiatrie am HJK

Segnung und Eröffnung der neuen Räume der stationären Kinder- und Jugendpsychiatrie am Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda

Fulda, 28.06.2012. Am 26. Juni 2012 war es soweit – nach einer 21/2 jährigen Bauzeit sind die Räumlichkeiten der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Herz-Jesu-Krankenhaus unter der Teilnahme zahlreicher Gäste gesegnet und feierlich eingeweiht worden. Der stationäre Sektor wird Anfang Juli 2012 mit 11 Patientinnen und Patienten seinen Betrieb aufnehmen und in den nächsten Monaten zur abschließenden Kapazität von 51 Betten ausbauen.

Mit dem Start des stationären Betriebes wird in den Landkreisen Fulda, Hersfeld-Rotenburg und dem Main-Kinzig-Kreis eine Versorgungslücke geschlossen. Bislang mussten die Betroffenen und ihre Familien lange Entfernungen zum nächsten Behandlungsort auf sich nehmen.

Was früher ein Tabu war, ist heute ein etabliertes Thema. „Ein offener Umgang mit dem Thema der psychiatrischen Erkrankungen im Kinder- und Jugendalter bei fachlich kompetenter Behandlung durch moderne Behandlungsmethoden in einem multiprofessionellen Team“ sei Aufgabe und Ziel des Teams der neuen Abteilung, so Michael Sammet, Geschäftsführer der Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda gGmbH, in seiner Begrüßung. „Unterstützung bei der Bewältigung von Defiziten zur Erledigung von Alltagsaufgaben durch ein breites Therapieangebot gilt es zu leisten.“ Dazu zähle auch der wichtige Therapiebaustein der angegliederten Liobaschule, die in Trägerschaft des Landkreises Fulda geführt wird. „Wir freuen uns außerordentlich, dass wir mit der finanziellen Unterstützung des Landes Hessen diesen Entwicklungsweg gehen können. Alles, was gegenwärtig in Kinder investiert wird, wird in unsere Gesellschaft investiert“ fasst Sammet zusammen.

Die Verbindung zum vinzentinischen Leitbild des Trägers des Hauses im Jubiläumsjahr „100 Jahre Herz-Jesu-Krankenhaus – 100 Jahre bereit zu helfen“ brachte Sr. Maria Rosalia Bagus, Generaloberin der Barmherzigen Schwestern des hl. Vinzenz von Paul, zum Ausdruck. „Das Angenommensein der Schwächeren in unserer Gesellschaft ist heute nicht mehr selbstverständlich. Wir freuen uns daher gerade über die Eröffnung  dieser neuen Fachabteilung an unserem Haus sowie der neuen Herausforderung“.
Frau Staatssekretärin Petra Müller-Klepper brachte in ihren Worten Dank und Anerkennung dem Träger gegenüber zum Ausdruck. „Das Geld des Landes Hessen ist gut angelegt, das Herz-Jesu-Krankenhaus hat sich in den letzten Jahren zu einem modernen Dienstleister entwickelt. Wichtig ist es,  dass das Geld auch den Patienten zugute kommt“. Weiter betonte Frau Müller-Klepper, dass die Schaffung der Kinder- und Jugendpsychiatrie nicht „die Lösung aller Probleme der Betroffenen bedeute“, sondern weiterhin „Aufgabe aller sei“.

Besonderen Dank brachte Priv.-Doz. Dr. Frank-M. Theisen, Chefarzt der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie, den „Akteuren“ wie dem multiprofessionellen Mitarbeiterteam gegenüber zum Ausdruck. „Durch die Schaffung dieser Räumlichkeiten in einem ansprechenden Ambiente und das breite Therapiespektrum werden wir unseren Patienten zukünftig eine Atmosphäre bieten, die in Verbindung mit dem schulischen Angebot die Reintegration der Kinder in ihr soziales Umfeld ermöglichen wird“, so Dr. Theisen.

Frau Daniela Kirschner-König betonte zur symbolischen Schlüsselübergabe das ungewöhnlich hohe Maß der Mitarbeitermotivation während der gesamten Planungs- und Bauphase. Die Initiative der Nutzer habe dazu beigetragen, dass die Kinder- und Jugendpsychiatrie einen eher wohnlichen Charakter bekommen hat.

Die Bedeutung der neuen stationären Betreuungsform am Herz-Jesu-Krankenhaus für die Stadt und den Landkreis Fulda brachten Dr. Heiko Wingenfeld, erster Kreisbeigeordneter, und Oberbürgermeister Gerhard Möller gemeinsam in ihren Grußworten zum Ausdruck. Ebenfalls dankten beide dem Land Hessen und dem Träger für die Bereitschaft, „Verantwortung für dieses Neuland am HJK“ zu übernehmen.

Pater Heinz-Jürgen Reker vom Kloster Frauenberg und Pfarrer Burkhard Enners gaben den Räumen beim abschließenden Rundgang den Segen. 

 

Hintergrundinformation:
Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherpaie am Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda

Seit 2007 werden in der Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie am Standort Aschenberg 16 Patienten betreut. Der tagesklinische Bereich ist im Frühjahr 2012 mit der Inbetriebnahme einer weiteren Tagesklinik mit 16 Plätzen am  Standort Herz-Jesu-Krankenhaus erweitert worden.

Neben diesem Behandlungs- und Betreuungsangebot wird an den Standorten Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda und Bad Hersfeld in den ehemaligen Räumen der Vitos Klinik eine psychiatrische Institutsambulanz zur psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlung von Kindern und Jugendlichen betrieben.
Der stationäre Bereich eröffnet seinen Betrieb nach der Einweihung mit 11 Betten und erhöht auf eine Bettenkapazität von 51.

 

26-06-12-segnung-hjk

Fr. Daniela Kirschner-König, Hr. Michael Sammet, Sr. Maria Rosalia Bagus, Fr. Petra Müller-Klepper, Priv.-Doz. Dr. Frank.-M. Theisen, Dr. Heiko Wingenfeld, Hr. Gerhard Möller

Neue Oberärzte verstärken Chirurgie am Herz-Jesu-Krankenhaus

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