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Volkskrankheit Reflux: Das unterschätzte Sodbrennen

-Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten-

Viele Menschen leiden heutzutage an einem Brennen in der Speiseröhre, oft einhergehend mit Magenschmerzen, einem Druckgefühl im Oberbauch oder Übelkeit. Der Magen benötigt zur optimalen Verdauung der Nahrung Salzsäure. Fließen Teile der Magensäure allerdings wieder zurück in die Speiseröhre, kann sie hinter dem Brustbein bis in den Hals-Rachenbereich ein unangenehmes Brennen verursachen. Das sog. Sodbrennen ist oft maßgebliches Symptom der Reflux-Krankheit, wobei dem Rückfluss eine gutartige Funktionsstörung im Übergangsbereich von der Speiseröhre in den Magen zugrunde liegt sowie oft multifaktoriell bedingt ist.

Die Speiseröhre und der Magen sind durch einen ventilartigen Schließmuskel getrennt, der Speisebrei und Flüssigkeit in den Magen passieren lässt, für einen Rückfluss aber eine Barriere darstellen soll. Liegt hier eine Funktionsstörung vor, können Mageninhalt als auch die aggressive Salzsäure in die Speiseröhre zurückfließen und unerträgliche Reflux-Symptome hervorrufen. Ein Zwerchfellbruch führt häufig zur Veränderung der Anatomie und zur mechanischen Schwächung der natürlichen Anti-Reflux-Barriere. Allerdings kann ebenso ein geschwächter Schließmuskelverschlussdruck festgestellt werden.

Die Mehrheit der Reflux-Patienten spricht gut auf medikamentöse Behandlungen mit Magensäureblockern (Protonenpumpenhemmer (PPIs)), wie Omeprazol, Pantoprazol, Ranitidin und Co., als auch konservative Therapiemaßnahmen in Form von Gewichtsreduktion oder das Meiden bestimmter Nahrungs- und  Genussmittel an.

Operative Möglichkeiten, die zumeist minimal-invasiv durch eine Bauchspiegel-OP durchgeführt werden können, zielen bei der klassischen Operation auf die Wiederherstellung der Anatomie am Zwerchfell und des Speiseröhren-Magen-Übergangs (sog. „Fundoplicatio") ab. Eine Alternative ist die Endo-Stim-Methode. Bei diesem minimal-invasiven Eingriff werden, ähnlich einem Herzschrittmacher, zwei Elektroden am Speiseröhrenschließmuskel platziert, sodass der Schließmuskel über regelmäßige Impulse sanft stimuliert wird und effektiver schließt. Der Patient spürt diese schwachen Impulse nicht.

Im Rahmen der Arzt-Patientenveranstaltung am Mittwoch, 18. April 2018 um 17:00 Uhr im Foyer des Herz-Jesu-Krankenhauses Fulda referiert Prof. Dr. med. Bernd Kronenberger, Chefarzt der Allgemeinen Innere Medizin, Gastroenterologie, Hepatologie und Diabetologie, über die zugrundeliegenden Ursachen der Refluxkrankheit und wie sich die leidigen Beschwerden schnell und effektiv lindern lassen. Ferner informiert er über die konservativen Therapiemöglichkeiten und Alternativen zu Säureblockern. Wann eine Operation sinnvoll ist und welche operativen Verfahren in welcher Situation angezeigt werden, erläutern Chefarzt Dr. med. Christian Berkhoff sowie Oberarzt Dr. med. Andreas Grimme, Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und minimal-invasive Chirurgie, in veranschaulichenden Kurzvorträgen.

Im Anschluss an die Veranstaltung beantworten die Experten gerne bestehende Fragen. Alle Interessierten sind zu dieser kostenfreien Veranstaltung herzlich willkommen.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.facebook.com/herz.jesu.krankenhaus.fulda.


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