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Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED): Diagnostik, konservative und operative Therapien

Beschwerden des Magen-Darm-Traktes wie Sodbrennen, Magenschmerzen, einem Druckgefühl im Oberbauch, Durchfälle oder Übelkeit hat wohl bereits jeder Mensch einmal im Leben erfahren. Diese Symptome, sollten sie häufiger auftreten, können allerdings auch für ein weitreichenderes Leiden stehen, einer sogenannten chronisch entzündlichen Darmerkrankung (CED). Medizinisch spricht man bei CEDs von wiederholt auftretenden oder dauernd bestehenden Entzündungen in verschiedenen Bereichen des Verdauungstraktes, wobei zwei Krankheitsbilder unterschieden werden: Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.

Beim Morbus Crohn können sich Entzündungen in allen Abschnitten des Verdauungstraktes finden, also vom Mund bis zum Anus, aber zumeist im Dick- und Dünndarm. Die Colitis ulcerosa hingegen weist vorwiegend Veränderungen in der Schleimhaut des Mast- und Dickdarms auf.

Doch was führt diese Entzündungen herbei? Die Ursachen sind bislang noch nicht komplett erforscht. Letztlich handelt es sich um Autoimmunerkrankungen, die auch zusätzlich außerhalb des Magen-Darmtraktes entzündliche Begleiterkrankungen hervorrufen können. Allerdings gilt, dass die CED-Entstehung multifaktoriell bedingt ist. Maßgeblich für die individuell angepasste Therapie der Betroffenen ist eine umfassende Diagnostik, da die Krankheiten bei jedem Patienten unterschiedlich verlaufen.

Ultraschalluntersuchungen, ein MRT oder CT können Hinweise geben, ob eine Inflammation im Körper vorhanden ist. Durch die Prüfung spezieller Laborwerte, dem C-reaktiven Protein (CRP), dem fäkalen Calprotectin und einer umfangreichen gastroenterologischen Diagnostik kann präziser bestimmt werden, ob eine ausgeprägte Entzündung, Infektionskrankheit oder eine reine Funktionsstörung des Verdauungsapparates vorliegt und die Beschwerden verursacht.

Das Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda ist mit modernsten hochauflösenden (Weitwinkel-)Videoendoskopen ausgestattet, die eine verbesserte Beurteilung von Oberflächenstrukturen ermöglichen. Zudem können gleichzeitig Gewebeprobe entnommen werden, die zeigen, ob eine neue Entzündung vorliegt oder diese bereits seit längerem, bestehen. Mittels Doppelballonendoskop besteht ferner die unmittelbare Option vorhandene Engstellen im Darm behutsam aufzudehnen und anschließend mit einer medikamentösen Therapie fortzufahren.

Im Rahmen der Arzt-Patientenveranstaltung am Mittwoch, dem 29. August 2018 um 17:00 Uhr im Foyer des Herz-Jesu-Krankenhauses Fulda referiert Prof. Dr. med. Bernd Kronenberger, Chefarzt der Allgemeinen Innere Medizin, Gastroenterologie, Hepatologie und Diabetologie, über die diagnostischen und endoskopischen Möglichkeiten bei Verdacht auf eine chronisch entzündliche Darmerkrankungen. Dr. med. Klaus Stienecker, Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie, Proktologie und Diabetologie im Fachzentrum für ambulante Medizin Fulda (FAM Fulda) informiert detailliert über die aktuellsten medikamentösen Therapien in der CED-Behandlung. Abschließend erläutert Dr. med. Christian Berkhoff, Chefarzt der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und minimal-invasive Chirurgie, in einem Kurzvortrag die chirurgische Behandlungsstrategie bei Darmerkrankungen, wann eine OP sinnvoll und vor allem nötig ist.

Im Anschluss an die Veranstaltung beantworten die Experten gerne bestehende Fragen.
Alle Interessierten sind zu dieser kostenfreien Veranstaltung herzlich willkommen.
Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.facebook.com/herz.jesu.krankenhaus.fulda.


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